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Die 4 Gs des Feedbacks: Erläuterungen und Beispiele

Veröffentlicht am 24. November 2025 4 Min. Lesezeit Floor HendriksFloor Hendriks
Die „4 Gs“ des Feedbacks sind eine bewährte und einfache Methode, um Feedback klar, ehrlich und konstruktiv zu geben. Das Modell hilft dir dabei, Gespräche weniger persönlich, weniger emotional und vor allem viel konkreter zu gestalten. Die 4 Gs stehen für Ereignis: Verhalten: Gefühl: Folge und werden bei Bewertungen, Mitarbeitergesprächen, in der Teamkommunikation und beim 360-Grad-Feedback eingesetzt. 4gs van feedback Möchten Sie Feedback professioneller und strukturierter einholen? Dann sehen Sie sich das 360-Grad-Feedback-Assessment von hrmforce an.

Was sind die 4G des Feedbacks?

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Die 4G-Methode hilft dabei, Feedback konkret und respektvoll zu gestalten. Sie bewegen sich Schritt für Schritt von der faktischen Beobachtung hin zu den Auswirkungen und dem gewünschten Verhalten. Die vier Komponenten sind:
  • Ereignis: Was ist tatsächlich passiert? (ohne Wertung)
  • Verhalten: Welches konkrete Verhalten hast du beobachtet?
  • Gefühl: Wie hat sich das auf dich oder andere ausgewirkt?
  • Auswirkung: Wie wirkt sich das auf die Arbeit, das Ergebnis oder das Team aus?
Da du das Feedback Schritt für Schritt aufbaust, entsteht weniger Widerstand und mehr Verständnis.

Warum funktioniert die 4G-Feedback-Methode so gut?

Viele Menschen empfinden Feedback als beängstigend, gerade weil es sich schnell persönlich anfühlt. Das 4G-Modell verhindert dies, indem es
  • objektiv zu beginnen (Ereignis)
  • konkret zu bleiben (Verhalten)
  • Empathie einzubringen (Gefühl)
  • die geschäftlichen Auswirkungen zu benennen (Auswirkung)
Dadurch entsteht ein Gespräch, das klar und vertrauensvoll wirkt. Die Menschen verstehen besser, was genau gemeint ist und wie sie damit umgehen können.

Die 4 Gs Schritt für Schritt erklärt

1. Ereignis: Was ist tatsächlich passiert?

Dies ist der objektive Ausgangspunkt. Man beschränkt sich auf die Fakten, ohne Emotionen oder Interpretationen. Beispiele:
  • „Bei der Besprechung am Montag lag der Bericht nicht bereit.“
  • „Gestern bist du 20 Minuten zu spät zum Kundengespräch gekommen.“
  • „Letzte Woche wurden drei Fristen nicht eingehalten.“

2. Verhalten, welches konkrete Verhalten hast du beobachtet?

Hier nennst du konkret, was jemand getan oder unterlassen hat. Keine Etiketten, keine Charakterisierung, nur Verhalten. Beispiele:
  • „Du hast kein Update zum Status des Auftrags gegeben.“
  • „Du hast deinen Kollegen während der Besprechung mehrmals unterbrochen.“
  • „Du hast dich nicht gemeldet, um mitzuteilen, dass du dich verspäten würdest.“

3. Gefühl: Wie hat sich das auf dich oder andere ausgewirkt?

Indem du dein Gefühl beschreibst, wird das Feedback menschlicher. Es zeigt, warum es wichtig ist. Beispiele:
  • „Dadurch habe ich Stress wegen der Planung empfunden.“
  • „Ich fühlte mich nicht ernst genommen.“
  • „Das Team wurde unsicher, weil unklar wurde, wer was tat.“

4. Folge: Welche Auswirkungen hat das Verhalten?

Dieser Schritt verdeutlicht, warum das Feedback wichtig ist und warum eine Veränderung notwendig ist. Beispiele:
  • „Wenn Berichte fehlen, können wir nicht rechtzeitig entscheiden.“
  • „Durch das Unterbrechen trauen sich Kollegen nicht, ihre Ideen zu äußern.“
  • „Der Kunde empfindet uns dadurch als unzuverlässig.“

Beispiel: 4G-Feedback in einem Satz

Beispiel 1: Verspätete Übergabe : „Bei der Übergabe letzte Woche (Ereignis) hattest du die Folien noch nicht fertig (Verhalten), wodurch ich gegenüber dem Kunden Anspannung verspürte (Gefühl) und wir bei der Präsentation nicht professionell wirkten (Folge).“ Beispiel 2: Einen Kollegen unterbrechen : „In der Besprechung am Dienstag (Ereignis) hast du einen Kollegen zweimal unterbrochen (Verhalten). Das hat im Team ein Gefühl der Unsicherheit ausgelöst (Gefühl), wodurch sich die Leute weniger trauen, ihre Ideen zu äußern (Folge).“ Beispiel 3: Positives Feedback : „Während des Sprint-Reviews (Ereignis) hast du die Initiative ergriffen und Kundenfragen beantwortet (Verhalten), was allen Vertrauen gab (Gefühl) und für einen sehr professionellen Eindruck sorgte (Folge).“   https://www.youtube.com/watch?v=wtl5UrrgU8c&pp=ygUMNGdzIGZlZWRiYWNr

Vollständiger 4G-Feedback-Fragebogen

Im Folgenden findest du eine Reihe von Fragen, die du oder deine Kollegen nutzen können, um Feedback gemäß der 4G-Methode zu konkretisieren.

Fragen zum Ereignis

  • In welchem Moment ist dir etwas aufgefallen?
  • Was genau ist passiert?
  • Wann und wo hat es stattgefunden?

Fragen zum Verhalten

  • Was hat der Kollege genau getan?
  • Welches konkrete Verhalten ist dir aufgefallen?
  • Was wurde gesagt oder getan?

Fragen zu Gefühlen

  • Wie hat sich das auf dich ausgewirkt?
  • Was hast du durch dieses Verhalten gefühlt oder erlebt?
  • Wie haben andere darauf reagiert?

Fragen zu den Folgen

  • Welche Auswirkungen hatte das auf das Ergebnis?
  • Wie hat es das Team oder den Kunden beeinflusst?
  • Warum ist es wichtig, über dieses Verhalten zu sprechen?

4G-Feedback: Dos und Don’ts

Do’s

  • Beschreiben Sie nur das Verhalten, nicht den Charakter.
  • Halten Sie das Feedback kurz und konkret.
  • Fragen Sie immer nach der Reaktion des Gegenübers.
  • Wende die 4G-Regeln auch bei positivem Feedback an.

Don’ts

  • Verwende keine Etiketten („Du bist immer so …“).
  • Keine alten Frustrationen mit einbringen.
  • Keine Interpretationen („Du hast sicher gemeint…“).
  • Keine Vermutungen über Absichten anstellen.

4G-Feedback in Organisationen anwenden

Die 4G-Methode eignet sich für:
  • Mitarbeitergesprächen
  • POP-Gesprächen
  • Team-Feedback
  • Leistungsbeurteilungen
  • 360-Grad-Feedback
  • tägliche Zusammenarbeit
Durch den unternehmensweiten Einsatz dieser Methode entsteht eine Kultur der Offenheit, Klarheit und konstruktiver Verbesserungsgespräche.

Möchten Sie Feedback professioneller gestalten?

Die „4 Gs des Feedbacks“ bilden eine solide Grundlage, doch für tiefere Einblicke in das Verhalten, Entwicklungsempfehlungen und objektive Berichte können Sie auf ein professionelles Instrument zurückgreifen. Sehen Sie sich hier das 360-Grad-Feedback-Assessment von hrmforce an , das ein umfassendes Feedback-Erlebnis einschließlich Verhaltensindikatoren und Berichten bietet.

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