+31 (0)88 88 321 88
HomeWissenszentrum7 Tipps + ein Bonus-Tipp, um Arbeitsstress bei Ihren Mitarbeitern zu vermeiden
Wissenszentrum

7 Tipps + ein Bonus-Tipp, um Arbeitsstress bei Ihren Mitarbeitern zu vermeiden

Veröffentlicht am 11. November 2022 6 Min. Lesezeit Floor HendriksFloor Hendriks
  Werkstress voorkomen v2 Ein bisschen Stress im Job? Das kennt fast jeder, und es muss kein Problem sein. Leider leiden jedoch viele Niederländer unter zu viel Stress am Arbeitsplatz. Vor allem im Gesundheitswesen und im Bildungswesen sind Ausfälle aufgrund von Burn-out ein großes Problem. Was können Sie als Personalverantwortlicher oder Arbeitgeber dagegen tun? Während der Woche des Arbeitsstresses geben wir Ihnen 7 Tipps, wie Sie Stress bei Ihren Mitarbeitern vorbeugen können. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Arbeitsstress ist die häufigste Berufskrankheit. Im Jahr 2021 waren laut Berechnungen von ArboNed nicht weniger als 21 Prozent aller Fehlzeiten bei Arbeitnehmern stressbedingt. Bei Menschen, die länger als sechs Wochen ausfallen, sind in etwa 30 Prozent der Fälle psychische (Über-)Belastung und Burn-out die Ursache. All diese Fehlzeiten aufgrund von Arbeitsstress sind nicht nur ärgerlich, sie kosten auch eine Menge Geld: ganze 2,8 Milliarden Euro pro Jahr , wie TNO und das Statistische Zentralamt (CBS) berechnet haben. Das sind Zahlen, die man erst einmal sacken lassen muss. Dennoch ist Stress nicht per se schlecht. Mehr noch: Ein bisschen Arbeitsdruck braucht man sogar, um gute Leistungen zu erbringen. Das Problem entsteht erst, wenn die Belastung dauerhaft zu hoch ist und man sich zwischendurch nicht ausreichend entspannt. In diesem Jahr steht die Woche des Arbeitsstresses (14. bis 18. November 2022) unter dem Motto „körperlich und geistig stark“. Was können Sie als Führungskraft tun, um sicherzustellen, dass Ihre Mitarbeiter sowohl körperlich als auch psychisch stark sind und bleiben? Wir geben Ihnen 7 nützliche Tipps.

1. Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, was sie brauchen

Man kann sich alle möglichen Gründe ausdenken, warum Ihre Mitarbeiter Stress erleben. Aber Sie wissen erst dann wirklich, wo der Kern des Problems liegt, wenn Sie die Menschen selbst fragen. Das Gespräch zu suchen ist daher ein wichtiger erster Schritt. Machen Sie das Thema Arbeitsstress im Rahmen der jährlichen Mitarbeitergespräche zur Sprache. Bedenke, dass Mitarbeiter nicht sofort alles offenlegen. Viele Menschen haben Angst zu sagen, dass sie Stress bei der Arbeit empfinden, wie eine Untersuchung des Sozialministeriums zeigt. Fast die Hälfte der Mitarbeiter (45 Prozent) glaubt, dass ihr Arbeitgeber dadurch den Eindruck gewinnt, sie kämen mit ihrer Arbeit nicht zurecht. Zuzugeben, dass man unter Arbeitsstress leidet, kann ein Gefühl der Verletzlichkeit hervorrufen. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie als Arbeitgeber in ein sicheres Arbeitsumfeld investieren. Zum Beispiel, indem Sie offen über Ihre Erwartungen, Normen und Werte kommunizieren. Und indem Sie sich selbst ebenfalls verletzlich zeigen. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig um Feedback. Und gehen Sie schwierigen Themen nicht aus dem Weg, sondern legen Sie sie offen auf den Tisch.

2. Bringen Sie Menschen in Bewegung

Körperliche Bewegung ist eine sehr gute Möglichkeit, Stress abzubauen. Wenn du dich bewegst, machst du den Kopf frei. Und du schüttest Endorphine aus. Dieser Botenstoff sorgt für ein Glücksgefühl und sorgt dafür, dass in deinem Gehirn weniger Cortisol (Stresshormon) produziert wird. Ein doppelter Gewinn also. Möchtest du deine Mitarbeiter dazu anregen, sich mehr zu bewegen? Macht gemeinsam in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang. Mit der „Ommetje“-App kannst du daraus sogar einen lustigen Wettbewerb machen. Oder nimm als Unternehmen an einem Laufwettbewerb teil. Du kannst das auch ernsthafter angehen. Organisiere zum Beispiel Bootcamps oder Yogakurse im Büro. Oder nimm deine Zusatzleistungen unter die Lupe und erstatte deinen Mitarbeitern die Kosten für ein Fitnessstudio-Abonnement.

3. Verringern Sie nicht die Arbeitsbelastung, sondern steigern Sie die Belastbarkeit

Burnouts entstehen nicht nur dadurch, dass Mitarbeiter zu hart arbeiten, sondern vor allem dadurch, dass sie sich nicht ausreichend erholen. Setzen Sie also nicht darauf, dass die Menschen ihre Arbeitsbelastung verringern, sondern dass sie ihre Belastbarkeit steigern. Finden Sie gemeinsam heraus, welche Aufgaben den Mitarbeitern Energie geben und welche Arbeit ihnen hingegen Energie raubt. Das ist bei jedem anders! Sprechen Sie als Team darüber, damit Sie Projekte intelligenter neu verteilen können. Vielleicht hasst der eine Kollege eine bestimmte Aufgabe, während ein anderer dieselbe Arbeit mit Leichtigkeit erledigt. Weisen Sie die Mitarbeiter auch einmal auf die mentale „Schijf van Vijf“ hin.

4. Sorgen Sie für Autonomie am Arbeitsplatz

Autonomie ist einer der wichtigsten Energiespender am Arbeitsplatz. Mitarbeiter, die die Freiheit erhalten, ihre Arbeit selbst einzuteilen, sind glücklicher und erleben weniger Arbeitsstress. Und das ist letztendlich auch gut für das Unternehmen, denn zufriedene Mitarbeiter sind produktiver. Vielleicht fällt es dir nicht so leicht, die Kontrolle aus der Hand zu geben. Dennoch ist es wichtig, dass du das tust. Wie? Achte vor allem auf die Ergebnisse und misch dich weniger ein, wie, wo und wann die Menschen arbeiten. Das bedeutet übrigens nicht, dass du deine Mitarbeiter völlig sich selbst überlässt. Ein Arbeitgeber schafft vielmehr sichere Rahmenbedingungen, damit sich die Mitarbeiter unterstützt fühlen.

5. Hilf den Menschen, pünktlich Feierabend zu machen

Wir leben in einer 24-Stunden-Wirtschaft. Und seit der Corona-Krise sind die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben bei vielen Mitarbeitern verschwommen. Das ist ein Risiko, denn wer das Gefühl hat, nie wirklich frei zu sein, erholt sich weniger gut. Sorgen Sie also dafür, dass „frei“ in Ihrem Unternehmen auch wirklich frei bedeutet. Widerstehen Sie der Versuchung, Mitarbeiter an ihrem freien Tag oder im Urlaub anzurufen. Und wenn Sie bemerken, dass jemand dazu neigt, abends E-Mails zu beantworten, sprechen Sie die Person darauf an. Es mag vielleicht schön erscheinen, einen so fleißigen Mitarbeiter zu haben. Aber letztendlich brennen Menschen durch solches Verhalten schneller aus. Und gehen Sie als Führungskraft mit gutem Beispiel voran. Zu sagen, dass Mitarbeiter an ihrem freien Tag keine Arbeitsaufgaben übernehmen sollen, ist nicht glaubwürdig, wenn der Chef selbst sonntags E-Mails schreibt. Herrscht in Ihrem Unternehmen eine Workaholic-Kultur? Da kann die Technik Abhilfe schaffen. Belgische und luxemburgische Mitarbeiter von Lidl erhalten zwischen 18:00 Uhr und 7:00 Uhr keine internen E-Mails. Damit möchte das Unternehmen den Mitarbeitern die Möglichkeit geben, nach Feierabend den Kopf frei zu bekommen.

6. Vermitteln Sie Ihren Mitarbeitern das Gefühl, dass ihre Arbeit sinnvoll ist und geschätzt wird

Mitarbeiter können viel aushalten, solange sie das Gefühl haben, sinnvolle Arbeit zu leisten. In dem Moment, in dem sie das Gefühl haben, dass all ihre Anstrengungen vergeblich sind, ist das ein solcher psychischer Schlag ins Gesicht, dass sie auf einen Schlag ihre gesamte Energie verlieren und ausbrennen. Es ist daher von grundlegender Bedeutung, dass Sie die Leistungen Ihrer Mitarbeiter wertschätzen. Seien Sie großzügig mit Komplimenten, schicken Sie jemandem, der schon so viele Jahre im Unternehmen ist, einen Blumenstrauß, und vergeben Sie einen Bonus oder einen Geschenkgutschein an Teams, die ein schwieriges Projekt abgeschlossen haben. Eine solche Wertschätzung und Anerkennung gibt den Mitarbeitern das Gefühl, dass sie wichtig sind.

7. Bauen Sie eine lernende Organisation auf

Menschen empfinden Stress, wenn sie etwas nicht gut können. Helfen Sie ihnen daher, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Müssen Sie dafür das gesamte Unternehmen auf Schulungen schicken? Das ist möglich, aber gerade auch im Arbeitsalltag lässt sich viel lernen, vorausgesetzt, Ihre Organisation verfügt über das richtige Lernklima. Ein solches Unternehmen mit einem positiven Lernklima wird auch als lernende Organisation bezeichnet. In einer solchen Organisation fühlen sich Mitarbeiter sicher genug, Fehler zu machen, Fragen zu stellen und Ideen einzubringen. Dadurch erwerben sie ständig neues Wissen und geben ihre Erfahrungen und Erkenntnisse an andere weiter.

Bonus-Tipp

Möchten Sie zusätzlich zu diesen 7 Tipps ein wertvolles Instrument einsetzen, um Arbeitsstress bei Ihren Mitarbeitern zu bekämpfen? Dann lassen Sie sie ein Assessment absolvieren. Stress kann zum Beispiel auch dadurch entstehen, dass Ihr Mitarbeiter nicht am richtigen Platz sitzt. Digitale Assessments können an verschiedenen Standorten in den gesamten Niederlanden durchgeführt werden. Die Kandidaten werden dort herzlich empfangen und erhalten persönliche Betreuung, damit sie sich rundum wohlfühlen. Sind Sie neugierig auf die Möglichkeiten geworden? Schauen Sie sich die Websites von Lamark oder hrmforce an und buchen Sie gleich ein Assessment.  

Setzen Sie diese Erkenntnis in die Praxis um

Nutzen Sie das Assessment direkt oder besprechen Sie mit einem Spezialisten, welcher Ansatz passt.

Auch interessant: Persönlichkeitstest: Big Five · Motivationstest · 360-Grad-Feedback

Gratis-Demo