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Haben Sie Schwierigkeiten, geeignete Mitarbeiter zu finden? Lassen Sie die Bewerber ein Assessment absolvieren

Veröffentlicht am 12. Juli 2022 5 Min. Lesezeit Floor HendriksFloor Hendriks
Assessment hrmforce lamark   Fast jeder in den Niederlanden spürt in diesem Sommer die Folgen des Personalmangels: Es fahren weniger Züge, am Flughafen Schiphol steht man stundenlang in der Schlange und in der Gastronomie muss man lange auf sein Getränk warten. Auch im Gesundheitswesen und im Bildungswesen raufen sich viele Personalmanager die Haare. Wie findet man qualifizierte Mitarbeiter, um den Betrieb am Laufen zu halten? Assessments helfen dabei, die richtigen Kandidaten einzustellen. Als Ajax im Mai Landesmeister wurde, fand die Siegerehrung nicht wie üblich auf dem Museumplein statt. Und das nicht einmal, weil Corona-Maßnahmen galten oder schlechtes Wetter vorhergesagt war. Nein: Die Organisation konnte schlichtweg zu wenige Sicherheitskräfte finden, um die Sicherheit einer so großen Veranstaltung zu gewährleisten. Gut einen Monat später kündigte der Flughafen Schiphol an, Flüge aufgrund desselben Personalmangels zu streichen. Schließlich müssen alle Reisenden die Sicherheitskontrolle durchlaufen, aber es gibt zu wenige Sicherheitskräfte, um diesen Prozess zu begleiten. Auch bei der Gepäckabfertigung fehlt es an Personal. Was am Flughafen Schiphol und bei Ajax geschieht, ist bezeichnend für die Situation im Rest der Niederlande: Der Arbeitsmarkt platzt aus allen Nähten. Die Niederlande geraten ins Stocken, schrieb das NRC Handelsblad im Juni. Hatten vor einigen Jahren noch vor allem das Gesundheitswesen, das Bildungswesen und der technische Sektor Schwierigkeiten, ausreichend qualifiziertes Personal zu finden, so scheint es mittlerweile keinen Sektor mehr zu geben, der nicht mit einem enormen Arbeitskräftemangel zu kämpfen hat. „Die Engpässe betreffen den gesamten Arbeitsmarkt.“  

Mehr offene Stellen als Arbeitslose

Zum ersten Mal seit Beginn der Erhebungen des CBS gibt es nun mehr offene Stellen als Arbeitslose. „Ein beispielloser Wendepunkt“, nannte es die „Volkskrant“. Gerade auch im öffentlichen Sektor ist das Problem groß. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Derzeit werden etwa 11.000 Lehrkräfte, 50.000 Pflegekräfte, 1.400 Polizeibeamte und Tausende zusätzliche Sicherheitskräfte benötigt. Die Folgen spüren wir alle täglich. Es gibt zu wenige Lehrer vor der Klasse, zu wenige Pflegekräfte und anderes Pflegepersonal am Krankenbett, zu wenige Polizisten auf den Straßen, zu wenige Schaffner und Lokführer, um die Züge fahren zu lassen. Schulen rufen Eltern mit einer Lehrbefugnis dazu auf, vor die Klasse zu treten, sonst müssen die Kinder zu Hause bleiben. Die NS ist gezwungen, den Fahrplan anzupassen. Und wer medizinische oder psychologische Hilfe benötigt, sieht sich oft mit langen Warteschlangen konfrontiert.  

Vorstellungsgespräche reichen nicht aus

Für Personalmanager ist der Personalmangel ein Problem, das ihnen schlaflose Nächte bereitet. Denn: Wie findet man auf diesem beispiellos angespannten Arbeitsmarkt die Mitarbeiter, die man so dringend braucht? Wer an die letzte Wirtschaftskrise zurückdenkt, kann sich kaum noch vorstellen, dass es vor acht Jahren noch an der Tagesordnung war, Dutzende, wenn nicht Hunderte von Bewerbungen auf eine Stellenanzeige zu erhalten. Oft ist heute das Gegenteil der Fall: Wenn überhaupt eine Auswahl besteht, ist es sehr fraglich, ob ein Bewerber dabei ist, der die Anforderungen der Stelle erfüllt. Es kostet Zeit, Geld und Energie, Mitarbeiter zu finden, die zu Ihrem Unternehmen passen. Das ist natürlich sehr schade, wenn sich schnell herausstellt, dass jemand nicht Ihren Vorstellungen entspricht. In den Niederlanden ist das Vorstellungsgespräch nach wie vor einer der ausschlaggebenden Gründe für eine Einstellung. Das Problem ist jedoch: In einem solchen Gespräch erhält man oft nicht genügend Informationen, um die Qualitäten einer Person beurteilen zu können. „Vorstellungsgespräche sind Sumpfgebiete der Fehlinformation“, schrieb „De Correspondent“ im Jahr 2019. Die Plattform berichtet über eine Harvard-Studie, in der Forscher das Vorstellungsgespräch unter die Lupe nahmen. Ihr Fazit: Solche Gespräche sagen mehr über den Arbeitgeber aus als über den Bewerber. „In der Praxis liefert es kaum Informationen. Denn kann man jemanden in einem halbstündigen Gespräch wirklich kennenlernen? Nein.“  

Assessments helfen Ihnen weiter

Aus wissenschaftlichen Studien ist bekannt, dass strukturierte Interviews einen höheren Vorhersagewert bieten als „normale“ Vorstellungsgespräche. Ein solches Interview verläuft nach einem festen Muster mit vorab festgelegten Fragen, von denen man nicht abweicht. Auch validierte Auswahlinstrumente, wie Intelligenztests und Persönlichkeitsfragebögen, vermitteln ein zuverlässigeres Bild eines Bewerbers als ein durchschnittliches Vorstellungsgespräch. Es ist daher eine gute Idee, nicht nur Vorstellungsgespräche zu führen, sondern die Bewerber auch Assessments absolvieren zu lassen. Das Wort „Assessment“ bedeutet wörtlich „Beurteilung“. Es handelt sich um eine psychologische Untersuchung, aus der hervorgeht, ob ein Bewerber für eine bestimmte Stelle geeignet ist. Der Inhalt der Untersuchung hängt von der jeweiligen Position ab. Ein Assessment kann beispielsweise aus einer Kombination von Eignungs-, Persönlichkeits- und Motivationstests bestehen. Indem Sie Bewerber Assessments absolvieren lassen, erhöhen Sie die Chance auf eine gute Übereinstimmung. Sie erhalten ein objektives Bild vom Bewerber: Über welche Kompetenzen, Qualitäten, Charaktereigenschaften, Kommunikationsstile und Entwicklungspotenziale verfügt er oder sie? Das Ergebnis hilft Ihnen dabei, vorherzusagen, ob jemand in einer bestimmten Position gut aufgehoben ist.  

Wissenschaftliche Forschung

Assessments sind Gegenstand umfangreicher wissenschaftlicher Forschung. Dadurch wissen wir immer besser, welche Arten von Assessments am besten funktionieren. So haben Forscher beispielsweise herausgefunden, dass nicht nur Persönlichkeit und kognitive Fähigkeiten wichtige Prädiktoren für zukünftige Leistungen sind. Auch die Motivation und die Interessen einer Person spielen eine Rolle. Außerdem ist es wichtig zu bedenken, dass „höhere“ Ergebnisse in einem Assessment nicht immer besser sind. Es kommt vor allem darauf an, dass die Stärken und Schwächen einer Person ausgewogen sind und dass man als Personalverantwortlicher genau darauf achtet, ob die Person zu den Anforderungen einer bestimmten Position passt.  

Bessere Vorstellungsgespräche

Wenn Sie vor einem Vorstellungsgespräch ein Assessment durchführen lassen, können Sie die Ergebnisse gut nutzen, um das Gespräch strukturierter zu gestalten. Das Kennenlernen eines Bewerbers wird zudem relevanter, da Sie gezielt nach den Punkten nachfragen können, die sich aus den Tests ergeben haben. Zudem verhindert ein Assessment-Bericht viele Diskussionen unter den Mitgliedern der Auswahlkommission. Es kann äußerst frustrierend sein, wenn einer der Anwesenden einen Bewerber nicht für geeignet hält, während der Rest von dessen Fähigkeiten überzeugt ist. Ein Assessment liefert sachliche Informationen, wodurch die gegenseitige Abstimmung reibungsloser verläuft.    

Setzen Sie diese Erkenntnis in die Praxis um

Nutzen Sie das Assessment direkt oder besprechen Sie mit einem Spezialisten, welcher Ansatz passt.

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