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Von „Quiet Quitting“ zu „Joyful Joining“: So geht’s im Jahr 2023

Veröffentlicht am 14. Dezember 2022 6 Min. Lesezeit Floor HendriksFloor Hendriks
van quiet quitting naar joyful joining Es ist fast Weihnachten: ein guter Zeitpunkt für Ihr Unternehmen, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und Pläne für 2023 zu schmieden. Auch viele Mitarbeiter nutzen ihre freien Tage am Weihnachtsbaum, um über ihre Arbeit nachzudenken. Sind sie noch am richtigen Platz? Als Arbeitgeber oder Personalverantwortlicher ist es klug, bereits jetzt darauf einzugehen, damit Ihre Mitarbeiter auch im neuen Jahr motiviert für Sie arbeiten. Überlegen Sie einmal: Wie ging es Ihren Mitarbeitern letztes Jahr um diese Zeit? Vielleicht können Sie es sich kaum noch vorstellen, aber im Dezember 2021 befand sich die Niederlande im Lockdown. Ein beträchtlicher Teil der Erwerbsbevölkerung arbeitete täglich in ihrem Dachzimmer oder am Küchentisch. Lehrer unterrichteten monatelang über Teams oder Zoom, bei weitem nicht immer mit Begeisterung. Fachkräfte im Gesundheitswesen, Sicherheitspersonal und andere systemrelevante Berufsgruppen, die das Haus verlassen mussten, taten dies unter Einhaltung der erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen. Ihre Arbeitstage waren stressiger und sie waren einem höheren Risiko ausgesetzt, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Beim geringsten Hustenanfall mussten auch sie zu Hause bleiben.  

Viele Zweifler

Obwohl die Zeit der Lockdowns und Mund-Nasen-Masken glücklicherweise hinter uns zu liegen scheint, sind die Nachwirkungen der Corona-Krise auf dem Arbeitsmarkt noch immer deutlich spürbar. Die Pandemie hat viele Menschen zum Nachdenken gebracht: In welche Richtung geht mein Leben eigentlich? Bin ich noch am richtigen Ort, macht mich mein Job glücklich? Das führte bei etwa 30 Prozent der Arbeitnehmer zu Karrierezweifeln, berichtete NU.nl. Solche Karrierezweifel tauchen bei vielen Menschen nun, da das Jahresende näher rückt, erneut auf. Die dunklen Tage rund um Weihnachten laden zum Nachdenken ein. Natürlich möchten Sie als Arbeitgeber vermeiden, dass Ihre Mitarbeiter nach den Feiertagen mit der Mitteilung zurückkommen, dass sie das Unternehmen verlassen werden. Aber wie gehen Sie dabei vor? Die gute Nachricht: Sie können bereits jetzt Maßnahmen ergreifen.  

Psychische Aussteiger

Schauen wir uns zunächst einmal diese Zweifler genauer an. Nicht alle von ihnen werden einfach so ihren Job kündigen, aber das heißt nicht, dass man sich in Sicherheit wiegen kann. Ein internationaler Trend scheint den niederländischen Arbeitsmarkt erreicht zu haben: „Quiet Quitting“. Hast du bemerkt, dass deine Mitarbeiter in letzter Zeit wenig Lust haben, mehr als das absolute Minimum zu leisten? Dann sind sie zu „Quiet Quittern“ geworden. Der Begriff tauchte in einem TikTok-Video auf, das fast 500.000 Likes erhielt und mehr als 40.000 Mal geteilt wurde. „Quiet Quitting“ bedeutet: Bei der Arbeit nur das Nötigste zu tun. Diese Mitarbeiter bleiben also zwar im Unternehmen und erfüllen die Aufgaben ihres Stellenprofils, aber sie werden niemals einen Schritt weiter gehen. Pünktlich um fünf Uhr wird ihr Arbeitslaptop zugeklappt. Sie machen keine Überstunden, helfen nicht bei Projekten von Kollegen, und den Betriebsausflug organisieren? Auf keinen Fall. Kurz gesagt: Körperlich sind sie zwar anwesend, aber mental haben sie schon längst abgeschaltet. Auffallenderweise kommt „Quiet Quitting“ in verschiedenen Generationen vor. Zum Teil handelt es sich um ältere Mitarbeiter, die ihre Zeit bis zur Rente absitzen. Ein anderer Teil der „Quitter“ sind hingegen gerade jüngere Mitarbeiter. Vor allem die Generation Z, geboren ab 1997, legt Wert auf eine gute Work-Life-Balance. Sie sind nicht bereit, für einen Arbeitgeber so weit zu gehen wie die Generation vor ihnen, die Millennials.  

Nicht verurteilen

Als Arbeitgeber oder Personalverantwortlicher klingt ein „Quiet Quitter“ für Sie wahrscheinlich wie ein Horrorszenario. Experten raten dazu, dieses Verhalten nicht zu verurteilen, sondern es vielmehr als Signal zu verstehen. Denn: Welche Arbeitsbedingungen führen dazu, dass Mitarbeiter mental aussteigen? Und welche Rolle spielen Sie dabei als Arbeitgeber? Es ist gut, sich bewusst zu machen, warum Menschen zu „Quiet Quittern“ werden. Das hat vor allem mit hohem Arbeitsdruck zu tun, verursacht durch den anhaltenden Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt. Vor allem im Gesundheitswesen und im Bildungswesen gibt es eine hohe Fluktuation. Auch hybrides Arbeiten wird als Ursache genannt. Dadurch verlagert sich der Fokus der Arbeit stärker auf Produktivität und Effizienz und weniger auf Arbeitsfreude, Loyalität und Teamgeist. Dabei sind es gerade diese Aspekte, die Mitarbeiter an das Unternehmen binden und motivieren.  

Das können Sie tun

Unternehmen, denen es gelingt, Mitarbeiter langfristig und mit Begeisterung an sich zu binden, investieren bewusst in Arbeitsfreude, ermutigen zu ausreichender Entspannung und sorgen für Autonomie am Arbeitsplatz. Glücklicherweise sind Arbeitsfreude und Teamgeist auch Faktoren, auf die Sie als Arbeitgeber Einfluss nehmen können! Bieten Sie Ihren Mitarbeitern also einen schönen Start ins Jahr 2023. Organisieren Sie einen großzügigen Neujahrsempfang, falls Sie das noch nicht getan haben, und planen Sie gleich einen Teamausflug für das Frühjahr ein. Überlegen Sie sich auch, wie Sie Ihre Mitarbeiter persönlich verwöhnen können, zum Beispiel mit einer „Happy New Year“-Überraschung auf ihrem Schreibtisch. Achten Sie aber vor allem darauf, dass Sie das ganze Jahr über ein Auge auf ihre Arbeit haben. Fragen Sie regelmäßig nach, wie es läuft, belohnen Sie sie für ihren Einsatz und spenden Sie ihnen Lob. Kurz gesagt: Zeigen Sie ihnen, dass Sie froh sind, sie zu haben! Natürlich tragen auch die Mitarbeiter selbst Verantwortung für ihre Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Wie die Medienpersönlichkeit Arianna Huffington in einem kritischen Artikel schrieb: „Beim ‚Quiet Quitting‘ geht es nicht nur darum, mit der Arbeit aufzuhören, es ist ein Schritt in Richtung ‚Aufhören zu leben‘.“ Es sei eine Schande, so sagt sie, an einem Ort zu bleiben, der einem keine Energie gibt. Huffington prägt einen alternativen Begriff als Gegenstück zu „Quiet Quitting“: „Joyful Joining“. Oder anders gesagt: fröhliches Mitmachen.  

Neujahrsgespräch

Wie bringst du deine Mitarbeiter dazu, im Jahr 2023 „freudig mitzumachen“? Das Allerwichtigste ist, rechtzeitig das Gespräch zu suchen. Fragen Sie die Mitarbeiter ganz persönlich, ob sie sich noch am richtigen Platz fühlen. Tun Sie dies in einem ruhigen Einzelgespräch: Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand sicher genug fühlt, um offen zu sprechen. Fragen Sie die Mitarbeiter auch nach ihren Plänen für das neue Jahr. Was möchten sie erreichen? Welche Aufgaben oder Projekte übernehmen sie am liebsten? Welche Kenntnisse und Fähigkeiten möchten sie entwickeln? Und gibt es vielleicht auch Dinge, die sie lieber weniger oder gar nicht mehr tun würden? Bieten Sie an, die Ideen gemeinsam zu konkretisieren. Zum Beispiel mit einem Coaching-Programm oder einem persönlichen Entwicklungsplan.

Assessment als Hilfsmittel

Möchtest du gemeinsam herausfinden, wie ein Mitarbeiter am besten zur Geltung kommt? Dann ist ein Assessment ein gutes Hilfsmittel. Ein Entwicklungsassessment richtet sich speziell an Mitarbeiter, die sich nicht mehr wohlfühlen und auf der Suche nach etwas Neuem sind. Ein solches Assessment kann man als Ausgangsbasis betrachten. Es vermittelt ein Bild davon, was Ihre Mitarbeiter können, wo ihre Talente liegen und in welche Richtung sie sich weiterentwickeln möchten. Mit diesem Wissen bist du im Jahr 2023 bereit für den nächsten Schritt: gemeinsam nach einer Position in deinem Unternehmen zu suchen, die perfekt zu dieser Person passt. Damit dein Mitarbeiter nächstes Jahr rundum zufrieden unter dem Weihnachtsbaum sitzt. Möchten Sie mehr über Assessments erfahren? Nehmen Sie Kontakt auf! Bei uns können Sie digitale Assessments an Standorten in den gesamten Niederlanden durchführen lassen. Wir empfangen Ihre Mitarbeiter herzlich und kümmern uns persönlich um sie, damit sie sich rundum wohlfühlen. Informieren Sie sich auf der Website von Lamark oder hrmforce über die Möglichkeiten.

Setzen Sie diese Erkenntnis in die Praxis um

Nutzen Sie das Assessment direkt oder besprechen Sie mit einem Spezialisten, welcher Ansatz passt.

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