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Vermeiden Sie Fehlbesetzungen bei der Einstellung neuer Mitarbeiter.

Veröffentlicht am 16. November 2018 5 Min. Lesezeit Floor HendriksFloor Hendriks
Voorkom mismatch hrmforce   Ein Fehlgriff, so mancher Personalmanager hat das schon einmal erlebt. Jemanden einzustellen, der nicht die erwartete Leistung erbringt. Ein Mitarbeiter, der sich bei näherer Betrachtung als völlig ungeeignet für das Unternehmen erweist. Ein neuer Kollege, der schon nach wenigen Monaten das Handtuch wirft. Die Personalbeschaffung birgt viele Fallstricke, eine weniger erfolgreiche Auswahl ist schnell passiert. Mit allen damit verbundenen Konsequenzen, denn eine falsche Besetzung bedeutet eine schlechte Investition und eine unnötige Geldverschwendung. Worauf muss ein Unternehmen bei der Personalbeschaffung achten? Geht es ausschließlich um Abschlüsse und Erfahrung, oder spielen noch weitere Faktoren eine Rolle, die darüber entscheiden, ob Sie mit dem neuen Kollegen zusammenarbeiten oder nicht?

Mismatch auf dem Arbeitsmarkt

Unternehmen investieren viel Energie in die Anwerbung und Auswahl neuer Mitarbeiter. Schließlich ist es jedem Unternehmen ein großes Anliegen, die richtige Person an die richtige Stelle zu bringen. Dennoch geht dies auffallend oft schief.

📊 Die harten Zahlen:

  • 📉 17 % der neuen Mitarbeiter verlassen das Unternehmen innerhalb von 6 Monaten
  • 📉 31 % verlassen das Unternehmen innerhalb von 2 Jahren
  • 📉 50 % der Unternehmen finden nicht die richtigen Kandidaten
Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt scheinen oft überhaupt nicht gut aufeinander abgestimmt zu sein. Auf der Angebotsseite verfügen potenzielle Kandidaten häufig nicht über die erforderlichen Qualifikationen. Ihnen fehlt entweder ausreichende Erfahrung oder der richtige Abschluss. Im anderen Fall ist gerade ein Übermaß an Abschlüssen und Erfahrung das Problem. Zudem kann ein Teil der Arbeitnehmer mit den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und den sich wandelnden Anforderungen an die Arbeit nicht oder kaum Schritt halten. Zudem stellen sich oft heraus, dass (zukünftige) Mitarbeiter ganz andere Erwartungen an ein Unternehmen haben. Sie möchten sich in erster Linie im Unternehmen wohlfühlen und suchen eine Arbeit in einem Umfeld, das zu ihrer Persönlichkeit passt. Wenn dies in der Praxis weniger der Fall ist, als zuvor angenommen wurde, verlieren sie schnell die Motivation und suchen sich einen anderen Arbeitgeber.

Die Personalbeschaffung schenkt dem Potenzial zu wenig Beachtung

Auch auf der Nachfrageseite gibt es einige Mängel. Die Förderung von Weiterbildung und persönlicher Entwicklung wird in vielen Unternehmen oft vernachlässigt. Kürzlich forderte die Arbeitsagentur UWV die Wirtschaft noch einmal auf, sich stärker für die Weiter- und Umschulung der Mitarbeiter einzusetzen. Auch das Angebot von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sollte laut der Arbeitsagentur einen höheren Stellenwert haben.
Traditioneller Fokus Moderner Ansatz Auswirkungen
Abschlüsse & Zertifikate Lernfähigkeit & Anpassungsfähigkeit Nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit
Langjährige Erfahrung Potenzial & Wachstumsdenken Zukunftsfähiges Talent
Technische Fähigkeiten Soft Skills & kulturelle Passung Höhere Mitarbeiterbindung
Sofortige Einsatzfähigkeit Entwicklungsmöglichkeiten Langfristiger Wert
  Unternehmen sehen sich mit rasanten Veränderungen konfrontiert, sei es in Bezug auf Technologie, Organisationsstruktur oder Arbeitsweise. Deshalb sollten Unternehmen dem Potenzial ihrer Mitarbeiter viel mehr Aufmerksamkeit schenken. Sie haben zwar den richtigen Abschluss und verfügen über Erfahrung, aber inwieweit sind sie in der Lage, in einem dynamischen Umfeld zu arbeiten, und können sie sich an Veränderungen anpassen? Wie kann man sicherstellen, dass sich jedes Talent entfalten und weiterentwickeln kann? Oft liegt der Fokus jedoch auf den unmittelbar messbaren Fähigkeiten, den sogenannten „harten“ Stellenanforderungen: Abschlüsse und Erfahrung. Damit lassen Unternehmen Chancen ungenutzt und haben viel zu wenig Blick für die Zukunft.

Kompetenzen für die Zukunft

Das in den USA ansässige Institute for the Future hat eine Reihe von Kompetenzen formuliert, die Mitarbeiter in naher Zukunft mitbringen müssen. Auffallend ist, dass dabei Wissen und Erfahrung fehlen. Die genannten Kompetenzen scheinen vor allem auf Talent, Persönlichkeit und Einstellung ausgerichtet zu sein.

🚀 Wesentliche Zukunftskompetenzen:

  • 🧠 Sense-Making: Komplexen Informationen einen Sinn geben
  • 🤝 Soziale Intelligenz: Die Fähigkeit, tiefe Verbindungen zu anderen aufzubauen
  • 💡 Innovatives Denken: Lösungen „über den Tellerrand hinaus“ entwickeln
  • 🌍 Interkulturelle Kompetenz: In vielfältigen Teams arbeiten
  • 📱 Medienkompetenz: Effektive digitale Kommunikation
  • 🔄 Transdisziplinarität: Wissen aus verschiedenen Bereichen kombinieren
  • 🎯 Design-Denken: Prozesse gestalten und verbessern können
  • 📊 Computational Thinking: Daten in Erkenntnisse umwandeln
  • 🏢 Virtuelle Zusammenarbeit: Produktives Arbeiten aus der Ferne
  • 🧘 Kognitives Lastmanagement: Bei Informationsüberfluss den Fokus bewahren
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beim zukunftsorientierten Denken die Anpassungsfähigkeit und die Bereitschaft, Neues zu lernen, wichtiger sind als das in der Vergangenheit erworbene Wissen und die Erfahrung.

Effektive Auswahl und höhere Rentabilität erfordern langfristiges Denken

Kurzfristige Lösungen erweisen sich meist als wenig erfolgreich. Es ist wie bei einem Fußballverein, der glaubt, eine Serie schlechter Ergebnisse durch die schnelle Verpflichtung einiger neuer Spieler stoppen zu können. Das ist Panikfußball. Langfristiges Denken ist für viele Organisationen jedoch noch kaum Realität. Nicht weniger als fünfzig Prozent der Organisationen unternehmen überhaupt nichts im Bereich der strategischen Personalplanung.

✅ Schritte zu besseren Übereinstimmungen:

  1. Analysieren Sie erfolgreiche Mitarbeiter: Was macht sie wertvoll?
  2. Definieren Sie Kultur und Werte: Wofür steht Ihr Unternehmen?
  3. Schauen Sie über Lebensläufe hinaus: Testen Sie Potenzial und Persönlichkeit
  4. Investieren Sie in das Onboarding: Sorgen Sie für einen sanften Einstieg
  5. Überwachen und bewerten Sie: Bleiben Sie im Dialog über gegenseitige Erwartungen
Wer vorausschauend denkt und sich fragt, welche Talente und Fähigkeiten für die Zukunft benötigt werden, wird neue Mitarbeiter viel zielgerichteter und erfolgreicher rekrutieren. Um ein Missverhältnis zu vermeiden, ist es wichtig, zunächst einmal zu prüfen, welche Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens sich als „gute Passung“ erweisen. Sind diese Mitarbeiter gerade wegen der „harten“ oder wegen der „weichen“ Faktoren so erfolgreich? In vielen Fällen wird man zu dem Schluss kommen, dass diejenigen Mitarbeiter, die sich wohlfühlen und sich in der Unternehmenskultur voll und ganz zu Hause fühlen, den größten Ertrag bringen.

Die tatsächlichen Kosten eines Mismatches

Eine falsche Annahme kostet mehr, als Sie denken. Neben den direkten Kosten wie Rekrutierungskosten und Gehalt fallen zahlreiche versteckte Kosten an:
Kostenposten Auswirkung Geschätzte Kosten
Rekrutierungskosten Anzeigen, Personalvermittlungsagentur, Zeitaufwand der Personalabteilung 5.000 €, 15.000 €
Einarbeitungszeit Schulung, Betreuung, geringere Produktivität 3-6 Monatsgehälter
Teamproduktivität Störungen, Demotivation, zusätzliche Arbeitsbelastung 20-30 % Rückgang
Kundenverlust Fehler, schlechter Service, Beziehungsschaden Unvorhersehbar
Insgesamt Pro Fehlbesetzung 50-200 % des Jahresgehalts
Die Personalbeschaffung muss sich daher statt auf die harten Anforderungsprofile viel stärker auf die Soft Skills konzentrieren. Der neue Kollege muss nicht nur den Freiraum erhalten, sich weiterzuentwickeln und sich an Veränderungen anzupassen, sondern auch ideal zur Kultur, zu den Motivationen und zu den Grundsätzen Ihres Unternehmens passen.

Hrmforce Recruitment

Die hrmforce-Matching-Lösung wurde von erfahrenen Personalvermittlern und Psychologen entwickelt, um Ihren Rekrutierungsprozess zu optimieren. Die Rekrutierungslösung basiert auf einer flexiblen Infrastruktur, sodass sie sich ohne Zwischenschritte in Ihre bestehenden Prozesse, Arbeitsabläufe und Systeme einbinden lässt. So können Sie selbst bestimmen, wie Sie die Lösung nutzen möchten. Auf diese Weise lassen sich Ihre Erfahrung und Ihr Wissen mit den leistungsstarken Funktionen unserer Rekrutierungslösung kombinieren, um einen Best-Practice-Rekrutierungsprozess zu realisieren und so das Risiko eines Mismatches (erheblich) zu verringern.

Setzen Sie diese Erkenntnis in die Praxis um

Nutzen Sie das Assessment direkt oder besprechen Sie mit einem Spezialisten, welcher Ansatz passt.

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