Ein Fehlgriff, so mancher Personalmanager hat das schon einmal erlebt. Jemanden einzustellen, der nicht die erwartete Leistung erbringt. Ein Mitarbeiter, der sich bei näherer Betrachtung als völlig ungeeignet für das Unternehmen erweist. Ein neuer Kollege, der schon nach wenigen Monaten das Handtuch wirft. Die Personalbeschaffung birgt viele Fallstricke, eine weniger erfolgreiche Auswahl ist schnell passiert. Mit allen damit verbundenen Konsequenzen, denn eine falsche Besetzung bedeutet eine schlechte Investition und eine unnötige Geldverschwendung. Worauf muss ein Unternehmen bei der Personalbeschaffung achten? Geht es ausschließlich um Abschlüsse und Erfahrung, oder spielen noch weitere Faktoren eine Rolle, die darüber entscheiden, ob Sie mit dem neuen Kollegen zusammenarbeiten oder nicht?
Mismatch auf dem Arbeitsmarkt
📊 Die harten Zahlen:
- 📉 17 % der neuen Mitarbeiter verlassen das Unternehmen innerhalb von 6 Monaten
- 📉 31 % verlassen das Unternehmen innerhalb von 2 Jahren
- 📉 50 % der Unternehmen finden nicht die richtigen Kandidaten
Die Personalbeschaffung schenkt dem Potenzial zu wenig Beachtung
Auch auf der Nachfrageseite gibt es einige Mängel. Die Förderung von Weiterbildung und persönlicher Entwicklung wird in vielen Unternehmen oft vernachlässigt. Kürzlich forderte die Arbeitsagentur UWV die Wirtschaft noch einmal auf, sich stärker für die Weiter- und Umschulung der Mitarbeiter einzusetzen. Auch das Angebot von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sollte laut der Arbeitsagentur einen höheren Stellenwert haben.| Traditioneller Fokus | Moderner Ansatz | Auswirkungen |
|---|---|---|
| Abschlüsse & Zertifikate | Lernfähigkeit & Anpassungsfähigkeit | Nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit |
| Langjährige Erfahrung | Potenzial & Wachstumsdenken | Zukunftsfähiges Talent |
| Technische Fähigkeiten | Soft Skills & kulturelle Passung | Höhere Mitarbeiterbindung |
| Sofortige Einsatzfähigkeit | Entwicklungsmöglichkeiten | Langfristiger Wert |
Kompetenzen für die Zukunft
Das in den USA ansässige Institute for the Future hat eine Reihe von Kompetenzen formuliert, die Mitarbeiter in naher Zukunft mitbringen müssen. Auffallend ist, dass dabei Wissen und Erfahrung fehlen. Die genannten Kompetenzen scheinen vor allem auf Talent, Persönlichkeit und Einstellung ausgerichtet zu sein.🚀 Wesentliche Zukunftskompetenzen:
- 🧠 Sense-Making: Komplexen Informationen einen Sinn geben
- 🤝 Soziale Intelligenz: Die Fähigkeit, tiefe Verbindungen zu anderen aufzubauen
- 💡 Innovatives Denken: Lösungen „über den Tellerrand hinaus“ entwickeln
- 🌍 Interkulturelle Kompetenz: In vielfältigen Teams arbeiten
- 📱 Medienkompetenz: Effektive digitale Kommunikation
- 🔄 Transdisziplinarität: Wissen aus verschiedenen Bereichen kombinieren
- 🎯 Design-Denken: Prozesse gestalten und verbessern können
- 📊 Computational Thinking: Daten in Erkenntnisse umwandeln
- 🏢 Virtuelle Zusammenarbeit: Produktives Arbeiten aus der Ferne
- 🧘 Kognitives Lastmanagement: Bei Informationsüberfluss den Fokus bewahren
Effektive Auswahl und höhere Rentabilität erfordern langfristiges Denken
Kurzfristige Lösungen erweisen sich meist als wenig erfolgreich. Es ist wie bei einem Fußballverein, der glaubt, eine Serie schlechter Ergebnisse durch die schnelle Verpflichtung einiger neuer Spieler stoppen zu können. Das ist Panikfußball. Langfristiges Denken ist für viele Organisationen jedoch noch kaum Realität. Nicht weniger als fünfzig Prozent der Organisationen unternehmen überhaupt nichts im Bereich der strategischen Personalplanung.✅ Schritte zu besseren Übereinstimmungen:
- Analysieren Sie erfolgreiche Mitarbeiter: Was macht sie wertvoll?
- Definieren Sie Kultur und Werte: Wofür steht Ihr Unternehmen?
- Schauen Sie über Lebensläufe hinaus: Testen Sie Potenzial und Persönlichkeit
- Investieren Sie in das Onboarding: Sorgen Sie für einen sanften Einstieg
- Überwachen und bewerten Sie: Bleiben Sie im Dialog über gegenseitige Erwartungen
Die tatsächlichen Kosten eines Mismatches
Eine falsche Annahme kostet mehr, als Sie denken. Neben den direkten Kosten wie Rekrutierungskosten und Gehalt fallen zahlreiche versteckte Kosten an:| Kostenposten | Auswirkung | Geschätzte Kosten |
|---|---|---|
| Rekrutierungskosten | Anzeigen, Personalvermittlungsagentur, Zeitaufwand der Personalabteilung | 5.000 €, 15.000 € |
| Einarbeitungszeit | Schulung, Betreuung, geringere Produktivität | 3-6 Monatsgehälter |
| Teamproduktivität | Störungen, Demotivation, zusätzliche Arbeitsbelastung | 20-30 % Rückgang |
| Kundenverlust | Fehler, schlechter Service, Beziehungsschaden | Unvorhersehbar |
| Insgesamt | Pro Fehlbesetzung | 50-200 % des Jahresgehalts |
Hrmforce Recruitment
Die hrmforce-Matching-Lösung wurde von erfahrenen Personalvermittlern und Psychologen entwickelt, um Ihren Rekrutierungsprozess zu optimieren. Die Rekrutierungslösung basiert auf einer flexiblen Infrastruktur, sodass sie sich ohne Zwischenschritte in Ihre bestehenden Prozesse, Arbeitsabläufe und Systeme einbinden lässt. So können Sie selbst bestimmen, wie Sie die Lösung nutzen möchten. Auf diese Weise lassen sich Ihre Erfahrung und Ihr Wissen mit den leistungsstarken Funktionen unserer Rekrutierungslösung kombinieren, um einen Best-Practice-Rekrutierungsprozess zu realisieren und so das Risiko eines Mismatches (erheblich) zu verringern.Setzen Sie diese Erkenntnis in die Praxis um
Nutzen Sie das Assessment direkt oder besprechen Sie mit einem Spezialisten, welcher Ansatz passt.
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