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Was sind Kompetenzen?

Veröffentlicht am 28. Februar 2018 4 Min. Lesezeit Floor HendriksFloor Hendriks
wat zijn competenties Eine Kompetenz ist etwas, das Sie in Form von Wissen, Erfahrung, Persönlichkeit, Fähigkeiten oder kommunikativen Eigenschaften mitbringen. Eine Führungskraft zu sein bedeutet, dass jemand in der Lage ist, die vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen, um den Prozess voranzutreiben, und bereit ist, sich auch selbst weiterzuentwickeln. Kompetenzen können sich auch auf bestimmte Bereiche beziehen. Denken Sie beispielsweise an Kompetenzen im Bildungswesen oder im Gesundheitswesen.

Die drei Säulen der Kompetenzen

Kompetenzen bestehen aus einer Kombination von drei Kernkomponenten, die gemeinsam bestimmen, wie effektiv jemand arbeiten kann:
Komponente Beschreibung Beispiel
Wissen Fakten, Informationen und Verständnis Kenntnisse über Projektmanagement-Methoden
Fähigkeiten Praktische Anwendung von Wissen Planung erstellen und Fristen einhalten
Einstellung Einstellung und Motivation Proaktives und ergebnisorientiertes Denken

Entwicklung von Kompetenzen

Jeder Mensch hat Talente. Die Kunst besteht darin, diese zu erkennen, zu entwickeln und einzusetzen. Darüber hinaus trägt Bildung dazu bei, Wissen zu entwickeln, und die Mitgliedschaft in einem Verein, im Freundeskreis, in der Familie sowie andere Aktivitäten helfen dabei, Fähigkeiten zu erlernen. Schon bald zeigt sich, ob jemand Führungsqualitäten besitzt, was dies bedeuten kann und ob die betreffende Person in der Lage ist, diese Qualität einzusetzen. Das Umfeld entscheidet sehr oft darüber, ob aus der angeborenen Führungsqualität eine Kompetenz wird. Vieles hängt dabei von den Chancen und der Unterstützung ab, die Menschen erhalten. Das gilt ganz besonders im beruflichen Umfeld. Die entscheidende Frage ist immer wieder, ob das Talent erkannt und die Entwicklung gefördert wird, oder eben nicht.

Die 70-20-10-Regel für die Kompetenzentwicklung

Untersuchungen zeigen, dass Kompetenzentwicklung am effektivsten nach folgender Aufteilung erfolgt:
70 % Lernen am Arbeitsplatz: Praxiserfahrung, anspruchsvolle Aufgaben, neue Projekte 20 % Soziales Lernen: Coaching, Mentoring, Feedback von Kollegen 10 % Formales Lernen: Schulungen, Kurse, Zertifizierungen
 

Entwicklungszyklus

Ein für alle klarer Entwicklungszyklus kann diesen Prozess unterstützen. Indem man bereits beim Einstellungsgespräch die vorhandenen Fähigkeiten eines neuen Kollegen ermittelt, können diese optimal genutzt werden. Ein gutes Kompetenzmodell hilft dabei, darauf aufzubauen. Dies kann durch interne Schulungen, spezielle Kurse oder Weiterbildungen geschehen, aber auch dadurch, dass man den Mitarbeitern Möglichkeiten bietet, sich am Arbeitsplatz weiterzuentwickeln. Innerhalb eines klaren Personalmanagementzyklus sind zwei Dinge besonders wichtig: Vertrauen schenken und zeigen sowie eine transparente Unternehmenspolitik. Mitarbeiter, die das Gefühl haben, zum Wachstum herausgefordert und dabei unterstützt zu werden, erbringen bessere Leistungen. Eigentlich ist es so einfach.

Schritt-für-Schritt-Plan für eine effektive Kompetenzentwicklung

Schritt Maßnahme Ergebnis
1. Bestandsaufnahme Aktuelle Kompetenzen erfassen Kompetenzprofil pro Mitarbeiter
2. Lückenanalyse Unterschied zwischen aktuellem und angestrebtem Niveau Entwicklungsbedarf ermitteln
3. Entwicklungsplan Konkrete Maßnahmen und Ziele formulieren Persönlicher Entwicklungsplan (PEP)
4. Umsetzung Entwicklungsmaßnahmen durchführen Neue Kompetenzen entwickeln
5. Bewertung Fortschritte messen und Anpassungen vornehmen Kontinuierliche Verbesserung
 

Kompetenzmodell

Die Frage ist natürlich, welches Modell am besten funktioniert. Bevor Sie verschiedene Modelle einsetzen, ist es vielleicht besser, zunächst einmal alles zu erfassen, was noch nicht bekannt ist. Ein erster Schritt könnte eine Art Workshop mit den Mitarbeitern sein, in dem insbesondere nach Verbesserungsvorschlägen gefragt wird. Zwei Dinge sind dabei oft ein echtes Hindernis: Erstens die Tatsache, dass der Chef den Workshop selbst leitet, und zweitens Powerpoint-Präsentationen. Ersteres führt dazu, dass die Teilnehmer zurückhaltend sind. Letzteres bedeutet, dass sie schon gelangweilt sind, bevor die eigentliche Arbeit überhaupt beginnt. Es geht auch anders, wobei die Einführung eines neuen Kompetenzmodells der Schlüssel zu dieser Veränderung sein kann. Vorausgesetzt, es wird nicht einfach nur eingeführt, sondern von dem Moment an, in dem es zur Sprache kommt, im Rahmen eines Kooperationsmodells angegangen. Sich gegenseitig dazu anregen, sich weiter zu verbessern.

Verschiedene Arten von Kompetenzmodellen

Organisationen können je nach ihren Zielen zwischen verschiedenen Ansätzen wählen:
Modelltyp Schwerpunkt Geeignet für
Funktionsorientiert Spezifische Fähigkeiten pro Rolle Spezialisierte Funktionen
Organisationsorientiert Kernwerte und Kultur Alle Mitarbeiter
Führungsorientiert Führungskompetenzen Führungskräfte
Verhaltensorientiert Beobachtbare Verhaltensweisen Leistungsmanagement

Erfolgsfaktoren für das Kompetenzmanagement

Für ein effektives Kompetenzsystem sind folgende Elemente entscheidend:
Engagement der Führungskräfte: Sichtbare Unterstützung und Einbindung der Führungsebene Klare Kommunikation: Transparenz hinsichtlich der Ziele und Erwartungen Praktische Anwendung: Direkter Bezug zur täglichen Arbeit Kontinuierliche Bewertung: Regelmäßige Aktualisierungen und Verbesserungen
 

Neugierig bleiben

Wer stillsteht, verpasst den Zug in die Zukunft. Die neuen Entwicklungen folgen in rascher Folge aufeinander. Als Führungskraft ist es wichtig, dass Sie weiterhin neugierig auf Innovationen bleiben. Stellen Sie Fragen, suchen Sie nach Antworten, wenn möglich gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern und dem Personalteam.
  1. Was würden Sie selbst gerne ändern? Was ist dafür erforderlich?
  2. Wie erhalten Sie möglichst viele nützliche Informationen vom Team?
  3. Welche Rolle kann jeder Mitarbeiter bei einer möglichen Veränderung selbst spielen?
Wer sich ständig weiterentwickelt und es wagt, neue Kompetenzen anzunehmen, bekommt solche Prozesse in den Griff und wird davon sehr profitieren. Das macht die Arbeit für Sie selbst und für Ihr Team um einiges einfacher und angenehmer.

Zukunftsorientierte Kompetenzen

Der Arbeitsmarkt verändert sich rasant. Diese Kompetenzen gewinnen zunehmend an Bedeutung:

Top 5 der Zukunftskompetenzen:

1. Digitale Kompetenz: Umgang mit neuen Technologien und Daten 2. Lernfähigkeit: Schnelles Erlernen neuer Kenntnisse und Fähigkeiten 3. Emotionale Intelligenz: Die eigenen Emotionen und die anderer verstehen 4. Kritisches Denken: Informationen analysieren und fundierte Entscheidungen treffen 5. Flexibilität: Sich an veränderte Umstände anpassen

Häufig gestellte Fragen zu Kompetenzen

Wie oft sollte ein Kompetenzprofil aktualisiert werden? Kompetenzprofile sollten jährlich überprüft werden, mit zwischenzeitlichen Aktualisierungen bei Funktionsänderungen und neuen Entwicklungen in der Branche.
Was tun, wenn ein Mitarbeiter kein Interesse an der Kompetenzentwicklung zeigt? Ermitteln Sie die Ursache: Zeitmangel, unklarer Mehrwert, falscher Ansatz. Verknüpfen Sie die Entwicklung mit persönlichen Zielen und Karriereambitionen.
Wie misst man den ROI der Kompetenzentwicklung? Beobachten Sie Leistungsindikatoren wie Produktivität, Qualität, Mitarbeiterzufriedenheit und Aufstiegsmöglichkeiten. Vergleichen Sie diese vor und nach Entwicklungsmaßnahmen.

Setzen Sie diese Erkenntnis in die Praxis um

Nutzen Sie das Assessment direkt oder besprechen Sie mit einem Spezialisten, welcher Ansatz passt.

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