Durch die Corona-Krise ist die Personalbeschaffung aus der Ferne immer normaler geworden. Und das wird auch so bleiben, denn die digitale Personalbeschaffung bietet zahlreiche Vorteile. Aber wie kann man die Person auf der anderen Seite des Bildschirms gründlich einschätzen? Mit anderen Worten: Wie findet man aus der Ferne den besten Bewerber?
Wer einen Bürojob hat, hat sich in den letzten Jahren an das Arbeiten von zu Hause aus gewöhnt. Das gilt jedoch nicht für alle Branchen: Im Gesundheitswesen, im Bildungswesen und in der Sicherheitsbranche beispielsweise ist das Arbeiten von zu Hause aus oft keine Option. Fachkräfte im Gesundheitswesen werden in Krankenhäusern, Pflegeheimen und in der Nachbarschaft benötigt, Lehrer vor der Klasse und Sicherheitskräfte an den Standorten, an denen sie eingesetzt werden.
Obwohl die tägliche Arbeit dieser Fachkräfte meist nicht aus der Ferne erfolgt, ist die Rekrutierung neuer Mitarbeiter digital durchaus möglich. Während der Corona-Krise haben viele Organisationen bereits ausgiebig damit experimentiert. Mit Erfolg, denn die Fernrekrutierung hat viele Vorteile, auch in diesen entscheidenden Branchen.
Vorteile
Fairere Beurteilung
Zugegeben, digitale Vorstellungsgespräche verlaufen oft etwas sachlicher. Die informellen Plaudereien vor und nach dem offiziellen Gespräch fallen kürzer aus, einfach weil man nicht gemeinsam den Flur entlanggeht oder kurz wartet, bis der Aufzug da ist. Aber dagegen kannst du etwas tun. Beginnen Sie das Gespräch zum Beispiel damit, etwas über sich selbst zu erzählen, und nehmen Sie sich Zeit, um dem Bewerber die Nervosität zu nehmen. Sie können erklären, wie das Vorstellungsgespräch in etwa ablaufen wird. Ihr Gesprächspartner weiß dann besser, was er oder sie erwarten kann, und das vermittelt ein sichereres Gefühl. Ein „geschäftlicheres“ Videogespräch hat ebenfalls Vorteile. Immer mehr Unternehmen und Organisationen setzen auf kompetenzorientiertes Recruiting: Sie bewerten Bewerber anhand der Fähigkeiten, die sie für eine Stelle suchen, und nicht anhand des Eindrucks, den ein Bewerber auf sie macht. Das ist bei digitalen Vorstellungsgesprächen einfacher, gerade weil weniger nonverbale Kommunikation stattfindet. Die Kleidung einer Person ist zum Beispiel nur zu einem kleinen Teil sichtbar, und die persönliche Chemie, die man eventuell spürt, spielt eine geringere Rolle. Vorurteile, bewusst oder unbewusst, stehen der Auswahl somit weniger im Weg. Das macht ein solches Verfahren fairer und objektiver. Ob jemand zu Ihrer Organisation passt, hängt sowohl von den Fähigkeiten und Kompetenzen dieser Person als auch von Ihrer Unternehmenskultur ab. Wie sind Sie als Fachkräfte daran gewöhnt, zusammenzuarbeiten, und passt der Charakter des Bewerbers dazu? Bei der digitalen Personalbeschaffung ist es wichtig, dass Sie versuchen, dies so explizit wie möglich zu machen. Sie können den Bewerbern auch buchstäblich einen Eindruck davon vermitteln, wie es ist, bei Ihnen zu arbeiten. Zum Beispiel mit einem kurzen Video über Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation, in dem Kollegen erzählen, wie sie die Arbeit dort empfinden, wie ihr Alltag aussieht und was ihrer Meinung nach die Merkmale der Unternehmenskultur sind.Die richtige Vorbereitung
Die Fernrekrutierung erfordert die richtige Vorbereitung beider Seiten, betont die Bewerbungs-Expertin Aaltje Vincent auf einer Website der niederländischen Regierung. Testen Sie vorab die Internetverbindung und sorgen Sie dafür, dass Sie an einem ruhigen Ort sitzen, an dem nicht einfach so Leute vorbeigehen oder hereinkommen. Schalten Sie Ihr E-Mail-Programm und andere Anwendungen aus, damit das Gespräch nicht durch störende Geräusche unterbrochen wird. Achten Sie außerdem auf einen ruhigen Hintergrund: lieber eine weiße Wand als ein überfülltes Bücherregal. Helfen Sie den Bewerbern zudem auf den Weg, indem Sie ihnen vorab per E-Mail den Ablauf des digitalen Verfahrens erläutern. Es besteht die Möglichkeit, dass sie sich noch nie auf diese Weise beworben haben. Erkläre ihnen daher Schritt für Schritt, wie sie sich bei der Videokonferenz anmelden können. Gib den Bewerbern auch die Möglichkeit, die Technik im Voraus zu testen. Und sag ihnen, was sie tun können, wenn die Verbindung abbricht, gib ihnen zum Beispiel die Telefonnummer eines der Anwesenden, damit sie jemanden anrufen können. Manche Tipps klingen vielleicht etwas banal, aber eine gute Vorbereitung ist wirklich die halbe Miete.Objektive Daten sammeln
Möchten Sie das Fern-Screening noch intelligenter gestalten? Beginnen Sie das Bewerbungsverfahren mit einem digitalen Assessment. Indem Sie die Bewerber zunächst ein solches Assessment absolvieren lassen, nehmen Sie bereits eine Vorauswahl vor. Anschließend können Sie gezielter mit den Personen ins Gespräch kommen, die über die richtigen Kompetenzen für die Arbeit in Ihrem Unternehmen verfügen. Ein großer Vorteil von Assessments ist, dass Sie objektive Daten über einen Bewerber erhalten. Sie können beispielsweise messen, wie jemand im Bereich der Führungsqualitäten abschneidet. Zudem führen Assessments zu mehr Vielfalt am Arbeitsplatz, schrieb die Tageszeitung NRC. „Es gibt keine schlechtere Methode, jemanden auszuwählen, als auf der Grundlage eines Lebenslaufs und eines Vorstellungsgesprächs“, so ein Personalvermittlungsspezialist in der Zeitung. „Das sagt zwar etwas darüber aus, was jemand getan hat, wie lange und für wen, aber nichts darüber, wie gut er oder sie Aufgaben ausgeführt hat oder unter welchen Umständen. Geschweige denn, dass es vorhersagt, wie jemand eine zukünftige Aufgabe bewältigen wird.“Positive Bewerbererfahrung
Assessments haben nicht nur Vorteile für Sie als Arbeitgeber. Sie tragen auch zu einer positiven Erfahrung für den Bewerber bei. Sie signalisieren einem Bewerber, dass Sie ihn oder sie wirklich kennenlernen möchten und bereit sind, dafür Zeit zu investieren. Hast du den richtigen Bewerber gefunden? Dann ist es Zeit für ein persönliches Treffen. Dein neuer Mitarbeiter kann dich und deine Kollegen kennenlernen. Und du bist dir inzwischen sicher, dass diese Person nicht nur gut zu dir passt, du hast tatsächlich den Beweis, dass es ein guter Match ist. Digitale Assessments können an verschiedenen Standorten in den gesamten Niederlanden durchgeführt werden. Die Bewerber werden herzlich empfangen und erhalten persönliche Betreuung, damit sie sich rundum wohlfühlen. Sind Sie neugierig auf die Möglichkeiten geworden? Schauen Sie sich die Websites von Lamark oder hrmforce an und buchen Sie direkt ein Assessment.Setzen Sie diese Erkenntnis in die Praxis um
Nutzen Sie das Assessment direkt oder besprechen Sie mit einem Spezialisten, welcher Ansatz passt.
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