Viele Organisationen nutzen das „Big Five“-Persönlichkeitsmodell, um die Persönlichkeitsmerkmale ihrer Mitarbeiter genau zu erfassen. Dies geschieht beispielsweise bereits bei der Rekrutierung und Auswahl von Bewerbern, aber auch bei der Talent- und Teamentwicklung oder beim Coaching bestehender Mitarbeiter.
Dieses Modell wurde im bekannten „Big 5“-Persönlichkeitstest praxisnah in Kompetenzen übersetzt, basiert jedoch auf fünf Hauptdimensionen. Doch was bedeuten abstrakte Begriffe wie „Extraversion“, „Neurotizismus“ und „Gewissenhaftigkeit“ in der Praxis eigentlich?
Kern der Big-5-Persönlichkeitsmerkmale
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Persönlichkeit übersetzt in arbeitsbezogene Kompetenzen.
- Erfahrungsbereitschaft
- Gewissenhaftigkeit
- Extraversion
- Freundlichkeit
- Neurotizismus
Was bedeuten diese Merkmale in der Praxis?
In diesem Artikel gehen wir näher auf die fünf grundlegenden Merkmale ein und zeigen anhand praktischer Beispiele, wie man ihnen im Alltag begegnen kann. Dabei geben wir jeweils ein Beispiel für jemanden, der „höher“ und „niedriger“ punktet.1. Offenheit für Erfahrungen
Dieses Merkmal beschreibt, inwieweit jemand offen für Veränderungen und neue Erfahrungen ist. Und inwieweit jemand ein breites Spektrum an Interessen hat. Menschen mit einer hohen Punktzahl sind oft fantasievoll, neugierig und schätzen Kunst und Innovation . Menschen mit einer niedrigen Punktzahl sind oft eher praktisch veranlagt, legen Wert auf Traditionen und bevorzugen Vorhersehbarkeit. Beispiel: Lisa ist Modedesignerin und experimentiert gerne mit neuen Techniken und Stilen. Sie reist regelmäßig, um sich dafür inspirieren zu lassen. Ihr Kollege Mark mag eher Routine und fühlt sich in vertrauten Situationen und Strukturen am wohlsten. Er liest lieber Sachbücher als Belletristik und wählt gerne Urlaubsziele, die er bereits kennt.2. Gewissenhaftigkeit
Dies bezieht sich darauf, inwieweit jemand organisiert , zielorientiert und zuverlässig ist. Menschen, die bei dieser Eigenschaft hohe Werte erzielen, sind oft sorgfältig , diszipliniert und planen voraus. Personen mit einem niedrigen Wert sind dagegen oft spontaner und weniger strukturiert in ihrer Herangehensweise. Beispiel: Projektleiterin Emma hält sich gerne strikt an ihren Arbeitsplan. Sie erstellt detaillierte Zeitpläne und führt ihre To-do-Listen ordentlich. Ihr Kollege Tom hingegen ist ein Last-Minute-Arbeiter, der Aufgaben regelmäßig aufschiebt und oft erst etwas später mit der Umsetzung seiner Projekte beginnt. Er braucht diese Fristen, um gute Leistungen zu erbringen. https://nl.pinterest.com/pin/711428072366234320/3. Extraversion
Dies beschreibt, wie gesellig und energiegeladen jemand ist. Extrovertierte Menschen schöpfen Energie aus sozialen Interaktionen und sind oft gesprächig und selbstbewusst . Introvertierte Personen fühlen sich in einer ruhigeren Umgebung wohler und tanken Energie durch alleinige Aktivitäten und Selbstreflexion. Beispiel: Um den Kundenbetreuer David herum geht es immer lebhaft zu. Er liebt es, Kontakte zu knüpfen, findet leicht Freunde und fühlt sich in einer großen Gruppe am wohlsten. Seine Kollegin Sophie ist das genaue Gegenteil. Sie arbeitet lieber in Ruhe und zieht ein gutes Buch einem lebhaften geselligen Beisammensein vor.4. Freundlichkeit
Dies ist kein besonders abstrakter Begriff, bedeutet aber mehr als nur „nett“ zu sein. Er gibt an, wie entgegenkommend , einfühlsam und hilfsbereit jemand ist. Menschen mit einer hohen Punktzahl werden oft als warmherzig , fürsorglich und kooperativ wahrgenommen. Menschen mit einer niedrigen Punktzahl sind eher wettbewerbsorientiert oder neigen dazu, kritisch oder skeptisch zu sein. Beispiel: Anna ist immer bereit, anderen zu helfen. Sie bietet oft an, Kollegen zu unterstützen, und legt Wert darauf, dass sich jeder geschätzt fühlt. Ihr Kollege Michael hingegen ist vor allem auf seinen eigenen Erfolg fokussiert und hält es für weniger wichtig, auf die Gefühle anderer Rücksicht zu nehmen.5. Neurotizismus
Dieses Merkmal bezieht sich auf die emotionale Stabilität einer Person. Menschen mit einer hohen Punktzahl erleben häufiger Stress, Angst und negative Emotionen. Personen mit einer niedrigen Punktzahl sind in der Regel ruhig, belastbar und emotional stabil. Beispiel: Peter macht sich oft Sorgen um seine Arbeit und grübelt viel über kleine Details nach. Er neigt dazu, stressige Situationen als überwältigend zu empfinden. Seine Kollegin Shirley bleibt meist ruhig, selbst unter schwierigen Umständen. Sie kann gut mit Rückschlägen umgehen.
Fazit und weitere Informationen
Die Big-5-Persönlichkeitsmerkmale sind ein wertvoller Leitfaden, um menschliches Verhalten und individuelle Unterschiede besser zu verstehen. Das Modell hilft Menschen, sich selbst und andere besser zu verstehen und effektiver mit anderen umzugehen. In einem Bericht des Big50-Persönlichkeitstests wird das Persönlichkeitsprofil einer Person in Kompetenzen (als Kombination aus Wissen, Fähigkeiten und Verhalten) übersetzt. Dies ist wichtig, um einen Überblick über Persönlichkeitsmerkmale und die Fähigkeiten einer Person zu gewinnen und diese besser einschätzen zu können. Für jede Kompetenz wird angegeben, inwieweit Mitarbeiter diese Kompetenz entwickeln können. Dies basiert wiederum auf ihrer Persönlichkeit. Der Big50-Persönlichkeitstest ist wertvoll, um objektivierte Daten für die Mitarbeiterentwicklung zu nutzen. Hierfür ist dies die am häufigsten verwendete und am besten erforschte Persönlichkeitstheorie. Möchten Sie mehr über das Big5-Modell und häufig gestellte Fragen dazu erfahren? Dann lesen Sie weiter in diesem Artikel: Big-Five-Persönlichkeitsmodell.Setzen Sie diese Erkenntnis in die Praxis um
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