Welcher Führungsstil passt am besten zu Ihnen?
Gute Führung ist für ein Unternehmen unverzichtbar
Eines der modernen Schlagworte in vielen Organisationen ist „Führungskräfteentwicklung“. Schließlich profitiert jede Organisation von einer guten Führung, die für mehr Produktivität und Effizienz, Harmonie und eine positive Arbeitsatmosphäre sorgt. Doch es gibt noch viel mehr, was eine gute von einer schlechten Führungskraft unterscheidet. Gute Führungskräfte wagen es, vorausschauend zu denken, und lassen sich nicht von den Tagesereignissen aus der Bahn werfen. Sie sind sehr gut darin, eine Vision zu vermitteln, und wissen, wie sie andere damit inspirieren und motivieren können. Zudem sind sie fähig, zuzuhören. Oder besser gesagt: Sie regen Mitarbeiter dazu an, eigene Ideen einzubringen und neue Fähigkeiten zu erlernen, damit diese das Beste aus sich herausholen können. Auf diese Weise tragen sie zur Entwicklung und zum Fortschritt einer Organisation bei. Zudem verstehen gute Führungskräfte wie keine anderen die Kunst, zu lenken, den Überblick zu behalten und den richtigen Kurs zu halten.Befehlen und Kontrollieren sind nicht mehr zeitgemäß
Diese Steuerung erfolgt übrigens immer weniger nach dem Vorbild des klassischen Kapitäns auf einem Schiff. Die heutige Zeit erfordert neue Formen der Führung. Moderne Führungskräfte müssen heutzutage über ganz andere Qualitäten verfügen als der traditionelle Anführer. Jahrzehntelang wurden viele Organisationen nach dem Prinzip „Befehlen und Kontrollieren“ geführt. Dabei ging man vom Qualitätskreis von William Edwards Deming aus. Sein berühmtes „Plan, Do, Check, Act“ hat jedoch an Wirksamkeit verloren. Obwohl es einen wichtigen Beitrag zur Effizienz einer Organisation leistete und ein hervorragendes Mittel zur Steuerung von Prozessen war, ließ es wenig Raum für Flexibilität und Veränderungen. Heutzutage ist es für Unternehmen und Institutionen gerade wichtig, dass sie dynamisch sind und sich an schnell aufeinanderfolgende Veränderungen auf dem Markt und in der Gesellschaft anpassen können. Neue Führung bedeutet andere Beziehungen zwischen der Führungsebene und den Mitarbeitern, einen anderen Kommunikationsstil und mehr Raum für Initiativen aus der Belegschaft.Welcher Führungsstil ist am effektivsten?
Laut Daniel Goleman, einem amerikanischen Psychologen, Autor und Wissenschaftsjournalisten, gibt es sechs verschiedene Arten von Führungskräften. In der folgenden Übersicht sind diese verschiedenen Führungsstile von sehr effektiv bis wenig effektiv geordnet.-
Autoritär
Dies ist eine Führungskraft, die eine Vision vertritt und diese so zu vermitteln versteht, dass sie die Mitarbeiter motiviert. Diese Art von Führungskraft ist wie ein Messias, der gemeinsam mit seinen „Anhängern“ Ziele verwirklicht und Ergebnisse erzielt. Solche Führungskräfte sind äußerst effektiv, aber rar gesät. Der ehemalige Apple-Chef Steve Jobs ist ein gutes Beispiel dafür. -
Coaching-orientiert
Dieser Führungstyp möchte das Beste aus seinem Team herausholen. Er regt die Menschen dazu an, sich selbst zu analysieren und vor allem ihre guten Eigenschaften weiterzuentwickeln. Dieser Führungskraft glaubt an seine Mitarbeiter, ist aber auch von ihnen abhängig. Die Mitarbeiter müssen natürlich offen für Selbstentfaltung sein. -
Beziehungsorientiert
Führungskräfte, die diesen Stil anwenden, haben eine starke Bindung zu ihren Mitarbeitern. Sie führen viele Gespräche mit ihnen und lassen den Mitarbeitern Freiheit bei der Art und Weise, wie sie ihre Arbeit ausführen. Die Führungskraft ist ein echter Teamplayer, der es versteht, ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu schaffen. Dieser Führungstyp kann auch eine reinigende Wirkung auf eine Organisation haben, in der die Atmosphäre nicht allzu gut ist. -
Demokratisch
Diese Führungskraft legt Wert auf die Meinung ihrer Mitarbeiter und räumt ihnen einen gewissen Einfluss auf den Arbeitsablauf ein. Das sorgt oft für Zufriedenheit. Die Menschen fühlen sich ernst genommen und haben das Gefühl, dass ihre Meinung zählt. Ob dieser Führungsstil erfolgreich ist, hängt letztendlich davon ab, ob die Führungskraft in der Lage ist, rechtzeitig Entscheidungen zu treffen. -
Autoritär
Dieser Stil steht vor allem für die Führungskraft 1.0. Von oben wird festgelegt, was zu tun ist. Für Eigeninitiative und neue Ideen bleibt kaum Raum. Das wirkt nicht wirklich motivierend und ist heutzutage weniger effektiv. Allerdings kann es immer wieder Situationen geben, in denen ein autoritäres Vorgehen angebracht ist. -
Vorbildlich
Dies ist der Führungstyp, der seinen Mitarbeitern Angst einflößt. Indem er selbst unermüdlich arbeitet, gibt er den Ton an. Es geht immer noch besser, und wer mit diesem Regime nicht mithalten kann, sollte besser verschwinden. Oft erweist sich dies als wenig effektive Art der Führung.
Verschiedene Stile kombinieren
Jeder Mensch ist einzigartig, und eine Mischung aus verschiedenen Eigenschaften macht den Menschen zu dem, der er ist. Das gilt auch für eine Führungskraft. Oft ist es eine Kombination verschiedener Führungsstile, die jemanden zu der Führungskraft macht, die er ist. Für eine Führungskraft ist es sogar von entscheidender Bedeutung, je nach Situation unterschiedliche Führungsstile anwenden zu können. Manche Führungsstile sind von Natur aus Teil der Persönlichkeit. Ein „geborener Anführer“ wird sie als selbstverständlich empfinden. Nicht jeder wird jedoch als Anführer geboren. Wer führen will, muss sich zunächst selbst kennenlernen und sich fragen, welche Eigenschaften ihn zu einer Führungspersönlichkeit machen. Welcher Führungsstil am besten zur Persönlichkeit passt und welche Stile in bestimmten Situationen angewendet werden sollten oder nicht.Setzen Sie diese Erkenntnis in die Praxis um
Nutzen Sie das Assessment direkt oder besprechen Sie mit einem Spezialisten, welcher Ansatz passt.
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