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Ein individueller Plan: Lernen und Leistung

Veröffentlicht am 18. Dezember 2018 5 Min. Lesezeit Floor HendriksFloor Hendriks
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Engagierte, zufriedene und unternehmungslustige Menschen machen die Organisation aus, mehr noch: Sie sind die Organisation.

…..„Good people make great business“…..

 

Nichts Neues unter der Sonne

Die Auseinandersetzung mit der Arbeitsleistung von Menschen in Organisationen ist nichts Neues. In einem Artikel aus dem Jahr 2004 stieß ich auf zwölf, meiner Meinung nach einfache: Fragen, die in meiner Beratungspraxis noch immer täglich zur Sprache kommen:

Die 12 grundlegenden Fragen zur Mitarbeiterbindung:

  1. Weiß ich, was bei der Arbeit von mir erwartet wird?
  2. Habe ich alle Hilfsmittel, die ich brauche, um meine Arbeit gut ausführen zu können?
  3. Bietet mir meine Arbeit die Möglichkeit, täglich das zu tun, was ich am besten kann?
  4. Habe ich in den letzten sieben Tagen Anerkennung oder Lob für etwas erhalten, das ich gut gemacht habe?
  5. Interessiert sich mein direkter Vorgesetzter, oder jemand anderes am Arbeitsplatz, auch für mich als Person?
  6. Gibt es jemanden bei meiner Arbeit, der meine weitere Entwicklung fördert?
  7. Zählt meine Meinung bei der Arbeit?
  8. Vermitteln mir die Vision und die Mission meiner Organisation das Gefühl, dass meine Arbeit wichtig ist?
  9. Streben meine Kollegen danach, qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten?
  10. Betrachte ich jemanden am Arbeitsplatz als „guten Freund“?
  11. Hat in den letzten sechs Monaten jemand mit mir über meine Arbeitsleistung gesprochen?
  12. Hatte ich im vergangenen Jahr Gelegenheit, dazuzulernen und mich persönlich weiterzuentwickeln?

Quelle: Buckingham, M. und Coffman, C., „Break all the rules“, Simon & Schuster, 1999, in: Sigma Nr. 6, Dezember 2004

Entwicklungen

Natürlich gewinnen wir immer wieder neue Erkenntnisse, und das Denken rund um das Thema Arbeitsleistung entwickelt sich ständig weiter. So hat man sich in den letzten zwei Jahren in vielen Organisationen von etwas distanziert, das recht fest etabliert war: den Leistungs- und Beurteilungsgesprächen.
❌ Altes Paradigma ✅ Neues Paradigma
Das Leistungsgespräch funktioniert miserabel Das gute Gespräch
Ein Viertel weint nach dem Leistungsgespräch Die 10 wichtigsten Regeln für ein gutes Gespräch
Jährliche Beurteilung nach altem Muster Jede Woche ein Anreiz, aus vollem Herzen zu arbeiten

Kern: Menschen wollen lernen und sich weiterentwickeln

Für mich ist die Form weniger wichtig als die zuvor genannten zwölf Fragen. Im Kern geht es mir um den Glauben an die intrinsische Motivation der (meisten) Menschen, zu lernen, besser zu werden, etwas zu erreichen, Ergebnisse zu sehen und Wertschätzung zu erfahren.

🌱 Was Menschen wirklich motiviert:

  • 📈 Wachstum: Kontinuierliche Weiterentwicklung und neue Herausforderungen
  • 🏆 Ergebnis: Sichtbare Wirkung ihrer Arbeit
  • 👥 Verbundenheit: Sinnvolle Zusammenarbeit mit anderen
  • 💝 Wertschätzung: Anerkennung für Beiträge und Anstrengungen
  • 🎯 Eigenverantwortung: Autonomie und Verantwortung
Eine Organisation, die darauf achtet und die Entwicklung fördert, ist in der Regel ein angenehmer Arbeitsplatz. Die Ergebnisse der Organisation verbessern sich, wenn sich die einzelnen Mitarbeiter mitverantwortlich fühlen, mit anderen zusammenarbeiten, sich wertgeschätzt fühlen und immer wieder herausgefordert werden sowie die Chance erhalten, sich weiterzuentwickeln (Investors in People ).

Integration von Lernen und Leistung

Um zu verhindern, dass die Weiterbildung zu sehr von der Arbeit abgekoppelt wird, muss der Integration von Lernen und Leistung gezielte Aufmerksamkeit gewidmet werden. In der folgenden Abbildung sind Elemente aufgeführt, denen ich in Organisationen regelmäßig begegne. Im Mittelpunkt steht die Arbeit mit einem persönlichen Plan, in dem Arbeitsvereinbarungen und ein persönlicher Plan bzw. Entwicklungsplan (der allseits bekannte POP) zusammengeführt werden. Die einzelnen Mitarbeiter sind für diesen Plan verantwortlich und zu 100 % an dessen Erstellung beteiligt.   Persoonlijk ontwikkelplan hrmforce   Je nach Organisation können die Elemente entsprechend den dort verwendeten Vorgehensweisen angepasst werden. Ich möchte hier drei Situationen näher erläutern.

Drei Praxisbeispiele

1. Arbeitsvereinbarungen bei einem Online-Bekleidungsunternehmen

Ein Online-Bekleidungsunternehmen hat Online-Assessments eingesetzt, um für jede Person die Persönlichkeit zu ermitteln und daraus abzuschätzen, ob es leichter oder schwieriger ist, bestimmte Kompetenzen zu entwickeln.

📊 Ergebnisse:

  • 100 % Teilnahme: Alle Mitarbeiter wollten freiwillig teilnehmen
  • Gesteigertes Selbstbewusstsein: Einblick in die eigenen Stärken und Schwächen
  • Bessere Zusammenarbeit: Die Teams haben auf die jeweiligen Stärken der anderen eingespielt
  • Klare Vereinbarungen: KPIs, die an die persönliche Entwicklung gekoppelt sind

2. Reflexionsbericht und Feedback bei einem Ingenieurbüro

Ein Ingenieurbüro, das mit selbstorganisierten Teams arbeitet, hat jeden gebeten, einen Reflexionsbericht zu verfassen: eine A4-Seite über sich selbst zu schreiben und diese an die direkten Kollegen zu senden oder mithilfe von 360-Grad-Feedback.

💡 Wirkungsvolle Reflexionsfragen:

Rückblick:
  • Was motiviert mich bei meiner Arbeit?
  • Welche Tätigkeit hat mir Energie gegeben?
  • Was finde ich weniger interessant?
  • Welche Entwicklung sehe ich bei mir selbst?
  • Was war enttäuschend?
Ausblick:
  • Was ist mein Mehrwert?
  • Welche Chancen sehe ich?
  • Was möchte ich lernen und warum?
  • Was ist mein nächster Schritt?
  • Wie kann ich Erfolge festigen?

3. Sich für Tatendrang, Leidenschaft und Interesse entscheiden

Ein sehr erfahrener Steuerberater in einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wird von Kollegen und Kunden gleichermaßen geschätzt. Sein Umsatz entspricht den Erwartungen. Seine Work-Life-Balance ist hervorragend. Und doch sitzt er eines Tages ausgebrannt zu Hause.
Frühere Situation Veränderung Ergebnis
Ausgebrannt trotz Erfolg Entscheidung für die Leidenschaft für das Fach Im „Flow“ und voller Energie
Unausgesprochene Erwartungen Abschied von ungeeigneten Aufgaben Authentische Führung
Kommerzieller Druck Fokus auf Wissensaustausch Gesteigerte Wirkung und Umsatz

Das Geheimnis der persönlichen Entwicklung

Erfolgreiche persönliche Entwicklung erfordert mehr als nur gute Absichten. Sie erfordert einen systematischen Ansatz, bei dem verschiedene Elemente zusammenkommen:

🔑 Schlüsselfaktoren für den Erfolg:

  1. Eigenverantwortung: Die Mitarbeiter sind selbst für ihre Entwicklung verantwortlich
  2. Kontinuierlicher Dialog: Nicht nur einmal im Jahr, sondern fortlaufend im Gespräch
  3. Maßgeschneiderte Lösungen: Jeder Mensch hat seine eigenen Motivationen und seinen eigenen Lernstil
  4. Integration: Lernen und Arbeiten sind untrennbar miteinander verbunden
  5. Unterstützung: Das Unternehmen schafft Rahmenbedingungen und fördert aktiv

Voraussetzung: Aufrichtiges Interesse und echtes Zuhören

Bereits zuvor wurde über „das gute Gespräch“ gesprochen. Um zu persönlichen Plänen zu gelangen, die sowohl für die Organisation als auch für die betroffene Person wirklich von Bedeutung sind, ist es unerlässlich, dass gut miteinander gesprochen wird. Dabei handelt es sich nicht um ein jährlich geplantes und wiederkehrendes Gespräch, sondern um einen kontinuierlichen Dialog (Häufigkeit und Nachverfolgung können je nach Person variieren), der auf der Grundlage fortschreitender Erkenntnisse geführt wird. Was dafür nötig ist: aufrichtiges Interesse und Zuhören, wirkliches Zuhören. Celeste Headlee erläutert dies in dem folgenden TED-Talk (12 Min.) hervorragend.
 

Beginnen Sie noch heute mit persönlichen Entwicklungsplänen, die wirklich funktionieren.

Investieren Sie in Ihre Mitarbeiter, investieren Sie in Ihre Zukunft.

Setzen Sie diese Erkenntnis in die Praxis um

Nutzen Sie das Assessment direkt oder besprechen Sie mit einem Spezialisten, welcher Ansatz passt.

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