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Fragebögen machen die Personalbeschaffung besser, effizienter und inklusiver

Veröffentlicht am 4. Juli 2024 4 Min. Lesezeit Floor HendriksFloor Hendriks
vragenlijsten recruitment Um Rekrutierungsprozesse zu verbessern und effizienter zu gestalten, setzen Unternehmen immer häufiger psychometrische Tests ein. Das ist ein komplizierter Begriff für den Einsatz von Rekrutierungsfragebögen, mit denen die Persönlichkeit, die Motivationen oder die Kompetenzen von Bewerbern gemessen und objektiviert werden sollen. Neben Kosteneinsparungen und einer qualitativ besseren Personalauswahl kann dies langfristig auch erheblich zu mehr Vielfalt, geringerer Fluktuation und einer ausgewogeneren Belegschaft beitragen.

Die Zukunft der Personalbeschaffung

Fragebögen werden bereits heute immer häufiger eingesetzt, um Rekrutierungsprozesse besser und objektiver zu gestalten. Es ist zu erwarten, dass diese Messbarkeit zu einer immer wichtigeren Grundlage für die Personalbeschaffung der Zukunft (und das Personalmanagement im Allgemeinen) wird. Denn durch eine objektivere Personalbeschaffung und -auswahl muss man sich nicht mehr auf die gefühlsmäßige „Chemie“ mit Bewerbern verlassen, sondern kann diese tatsächlich anhand relevanter Merkmale und Kompetenzen auswählen. Dies erfordert vor allem gute Fragebögen und Interviewtechniken, die für objektivere Auswahlgespräche sorgen. In der Vergangenheit war es noch recht kompliziert, solche Gespräche wirklich so zu führen, vor allem aufgrund klassischer Fallstricke und (unbewusster) menschlicher Subjektivität. Dazu gehören beispielsweise, sich zu sehr auf den „ersten Eindruck“ eines Bewerbers zu verlassen oder von Vorurteilen oder Stereotypen auszugehen. Eine klassische Falle ist auch, dass bei der Beurteilung von Bewerbern vor allem einer positiven Eigenschaft zu viel Bedeutung beigemessen wird (Halo-Effekt). Heutzutage können gute Fragebögen glücklicherweise dabei helfen, eine möglichst objektive und ausgewogene Abwägung vorzunehmen.

Drei Arten von Tests

Psychometrische Tests im Recruiting lassen sich am besten als den Einsatz von Tests und Instrumenten verstehen, die die Eignung eines Bewerbers für eine Stelle oder ein Unternehmen messen. Die verschiedenen verfügbaren Tests decken unterschiedliche Schwerpunkte und Themenbereiche ab. Die drei Hauptgruppen sind die Tests für folgende Kernbereiche:
  1. Persönlichkeit
Die Messung von Persönlichkeitsmerkmalen ist von großem Wert, um Verhaltensmuster von Bewerbern zu erfassen. Hierfür wird häufig der Persönlichkeitstest (Big50) verwendet. Dies ist die am häufigsten verwendete (und erforschte) Persönlichkeitstheorie für Organisationen.
  1. Motivatoren
Ein Motivations-Test ist hilfreich, um zu verstehen, was die Motivation von Bewerbern steigert oder im Gegenteil mindert. Schließlich ist diese Motivation einer der wesentlichen Faktoren für Erfolg, Produktivität und Freude an der Arbeit. Ein häufig verwendeter Fragebogen von hrmforce zur Messung dieser Faktoren ist der Motivations-Test (Motivation). Dieser Test dauert etwa 20 Minuten.
  1. Kompetenzen
Verfügt jemand über die richtigen Fähigkeiten, um eine Stelle gut auszufüllen? Und wo gibt es noch Entwicklungspotenzial? Um sich schnell und gut einen Überblick über die Kompetenzen von Bewerbern zu verschaffen, gibt es Kompetenztests wie den Kompetenzcheck. Damit lässt sich in 20 Minuten ein viel besserer Einblick in Stärken, Schwächen und mögliche Entwicklungspunkte gewinnen. Welche Fragebögen genau für einen Einstellungsprozess relevant und wichtig sind, kann je nach Unternehmen oder der jeweiligen Position und Rolle in Ihrem Unternehmen variieren. Neben den genannten Tests, die im Recruiting häufig zum Einsatz kommen, wird regelmäßig auch ein Intelligenztest (auch: kognitiver Fähigkeitstest) oder ein Auswahl-Assessment eingesetzt. Dieses Assessment ist eine Testmethode, die die Eignung von Bewerbern für eine bestimmte Position prüft. Es wird auch genutzt, um Einblicke in individuelle Qualitäten zu gewinnen und beispielsweise Empfehlungen für Aus- und Weiterbildungen zu geben. Eine solche Eignungsprüfung erhöht die Erfolgschancen von Rekrutierungs- und Auswahlprozessen erheblich.

Vorteile von Rekrutierungsfragebögen

Bereits seit den 1980er Jahren zeigen verschiedene Studien, dass der Einsatz von Fragebögen bei der Personalbeschaffung und -auswahl große Vorteile für Unternehmen und Bewerber mit sich bringt. Mit dem Aufkommen von Online-Fragebögen ist das Testen zudem viel einfacher und zugänglicher geworden. Internationale Studien bestätigen, dass Auswahlverfahren dadurch deutlich schneller ablaufen können und die Fehlbesetzung von Bewerbern erheblich reduziert wird (die Forschungsergebnisse variieren zwischen einer Verringerung von mindestens 40 bis sicherlich 50 Prozent). Zudem sorgt eine gute Übereinstimmung für bessere Leistungen der Mitarbeiter, was laut einer Studie des Beratungsunternehmens Hay Group zu einem um durchschnittlich 43 Prozent höheren Umsatz führt. Schon dies allein sorgt für erhebliche Zeit- und Kosteneinsparungen sowie einen guten „Return on Investment“ (ROI). Zudem sorgt eine bessere Übereinstimmung dafür, dass Unternehmen neue Mitarbeiter länger binden und deren Qualitäten besser und zielgerichteter fördern können. Durch fundierte Tests lässt sich schließlich auch das langfristige Potenzial einer Person ermitteln, indem Persönlichkeitstyp, Verhaltensweisen und kognitive Fähigkeiten untersucht werden. Das ist nicht nur für das Unternehmen wertvoll, sondern auch für die Bewerber und Mitarbeiter selbst. Für das Personalmanagement können Tests mit Fragebögen zudem dazu beitragen, den Rekrutierungsprozess zu optimieren.

Vielfalt und Inklusion

Neben den genannten Vorteilen ist auch die wachsende Aufmerksamkeit für inklusives Unternehmertum und Vielfalt in Organisationen ein wichtiger Grund, bei der Rekrutierung und Auswahl von Bewerbern auf Fragebögen zurückzugreifen. Einerseits, weil man dadurch objektiver rekrutieren und auswählen kann, basierend auf den tatsächlich gemessenen Kompetenzen und relevanten Merkmalen der Bewerber. Darüber hinaus können Tests bestehenden Mitarbeitern und Führungskräften auch dabei helfen, eine inklusivere Organisation zu werden. Dabei ist beispielsweise inklusive Führung ein wichtiger Erfolgsfaktor. Dies lässt sich fördern, indem man die Entwicklungsmöglichkeiten von Mitarbeitern und Führungskräften genau ermittelt.

Setzen Sie diese Erkenntnis in die Praxis um

Nutzen Sie das Assessment direkt oder besprechen Sie mit einem Spezialisten, welcher Ansatz passt.

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